AGB
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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für psychologische Leistungen von Mag. Ursula Rosenberger
Stand: 01. November 2025
1. Geltungsbereich
1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden "AGB") gelten für alle Vertragsbeziehungen zwischen Mag. Ursula Rosenberger (im Folgenden "die Psychologin") und ihren Klientinnen und Klienten (im Folgenden "der Klient").
1.2. Die Psychologin ist Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin, eingetragen in die Liste der Klinischen Psycholog:innen und Gesundheitspsycholog:innen des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.
1.3. Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Klienten werden nicht anerkannt, es sei denn, die Psychologin hat ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
2. Vertragsgegenstand und Leistungsangebot
2.1. Gegenstand des Vertrages ist die Erbringung von klinisch-psychologischen und gesundheitspsychologischen Leistungen in Form von Diagnostik, Beratung und Behandlung gemäß dem österreichischen Psychologengesetz 2013 (PG 2013).
2.2. Die angebotenen Leistungen umfassen insbesondere (aber nicht ausschließlich) die unter "Meine Fachgebiete" auf der Website [Ihre Website-Adresse] angeführten Bereiche sowie die unter "Setting" definierten Formate (Einzeltherapie, Paarberatung, Familientherapie, Hausbesuche, Walk and Talk, Online-Sitzungen).
2.3. Die psychologischen Leistungen sind keine medizinische Heilbehandlung im Sinne des Ärztegesetzes und ersetzen keine ärztliche Abklärung oder Behandlung. Bei Verdacht auf eine körperliche Erkrankung wird dem Klienten empfohlen, einen Arzt zu konsultieren.
2.4. Es wird ausdrücklich kein Heilversprechen oder die Garantie eines bestimmten Erfolges (z.B. Linderung von Symptomen) abgegeben. Der Erfolg der Behandlung hängt wesentlich von der aktiven Mitwirkung des Klienten ab.
3. Zustandekommen des Vertrages
3.1. Der Behandlungsvertrag kommt durch die Annahme einer Terminanfrage des Klienten durch die Psychologin zustande. Diese Annahme kann mündlich (telefonisch), schriftlich (E-Mail) oder durch die tatsächliche Durchführung der ersten Sitzung erfolgen.
3.2. Mit der Terminvereinbarung (auch für das Erstgespräch) erkennt der Klient diese AGB an.
3.3. Die Psychologin behält sich das Recht vor, die Aufnahme einer Behandlung ohne Angabe von Gründen abzulehnen, insbesondere wenn das notwendige Vertrauensverhältnis nicht hergestellt werden kann oder die Problematik außerhalb ihrer Fachkompetenzen liegt.
4. Honorar und Zahlungsbedingungen
4.1. Die Höhe des Honorars für die jeweilige Leistung (Erstgespräch, Einzelsitzung, Paarsitzung etc.) richtet sich nach der aktuellen, auf der Website veröffentlichten oder in der Praxis ausgehängten Honorarliste bzw. nach individueller Vereinbarung.
4.2. Die Dauer einer Standard-Sitzung beträgt 50 Minuten, sofern nicht anders vereinbart (z.B. bei Paarsitzungen oder Diagnostik).
4.3. Das Honorar ist, sofern nicht anders vereinbart, unmittelbar nach jeder Sitzung in bar oder per [eventuell: Bankomatkarte] zu entrichten. Bei Online-Sitzungen oder auf Wunsch kann eine Rechnung ausgestellt werden, die binnen 7 Tagen ohne Abzug zur Zahlung fällig ist.
4.4. Bei Zahlungsverzug ist die Psychologin berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe sowie die Kosten für Mahnungen und gegebenenfalls die Kosten eines Inkassobüros oder Rechtsanwalts geltend zu machen.
4.5. Kostenerstattung (Wahlpsychologin): Die Psychologin führt eine Privatpraxis (Wahlpsychologin). Der Klient nimmt zur Kenntnis, dass eine direkte Verrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen nicht erfolgt. Der Klient hat jedoch die Möglichkeit, die Honorarnote bei seiner gesetzlichen Krankenkasse einzureichen, um einen Teilkostenzuschuss zu beantragen. Die Höhe der Erstattung variiert je nach Kasse. Eine Garantie für die (Teil-)Erstattung kann nicht übernommen werden. Private Zusatzversicherungen können je nach Vertrag die (Rest-)Kosten übernehmen.
5. Terminvereinbarung und Absageregelung (Ausfallhonorar)
5.1. Vereinbarte Termine sind für beide Seiten verbindlich.
5.2. Der Klient ist verpflichtet, einen vereinbarten Termin, den er nicht wahrnehmen kann, mindestens 24 Stunden (bzw. 48 Stunden – bitte wählen Sie eines!) im Voraus abzusagen. Die Absage muss telefonisch (auch Mailbox) oder per E-Mail erfolgen.
5.3. Bei Absagen, die kürzer als 24 (oder 48) Stunden vor dem Termin erfolgen, oder bei Nichterscheinen (No-Show) ohne Absage, wird dem Klienten das volle vereinbarte Honorar (Ausfallhonorar) in Rechnung gestellt.
5.4. Dieses Ausfallhonorar ist unabhängig von den Gründen der Absage (z.B. Krankheit, Stau) fällig, da die Zeit exklusiv für den Klienten reserviert wurde und so kurzfristig nicht anderweitig vergeben werden kann. Dem Klienten steht es frei, nachzuweisen, dass der Psychologin kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
6. Besondere Bestimmungen für Online-Sitzungen
6.1. Für Online-Sitzungen (Videotelefonie) gelten dieselben Honorar- und Absageregelungen wie für Präsenzsitzungen.
6.2. Technische Voraussetzungen: Der Klient ist selbst dafür verantwortlich, die technischen Voraussetzungen (stabile Internetverbindung, funktionierende Kamera/Mikrofon, aktueller Browser) für eine Online-Sitzung sicherzustellen. Technische Probleme aufseiten des Klienten (z.B. Internetausfall) entbinden nicht von der Zahlungspflicht, wenn die Sitzung dadurch nicht oder nur teilweise stattfinden kann.
6.3. Datenschutz & Vertraulichkeit: Die Psychologin nutzt für Online-Sitzungen ausschließlich datenschutzkonforme, Ende-zu-Ende-verschlüsselte Videodienstanbieter. Der Klient ist seinerseits verpflichtet, sicherzustellen, dass die Sitzung in einer ungestörten, privaten Umgebung stattfindet, in der keine unbefugten Dritten mithören oder zusehen können.
6.4. Aufnahmeverbot: Das Aufzeichnen der Sitzung (Audio oder Video) durch den Klienten ist strengstens untersagt und stellt einen schweren Vertrauensbruch sowie einen Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte dar.
6.5. Notfälle: Online-Sitzungen sind nicht für akute Krisen (z.B. akute Suizidalität) geeignet. Der Klient wird darauf hingewiesen, sich in solchen Fällen an den Notruf (112), die Telefonseelsorge (142) oder die nächste psychiatrische Ambulanz zu wenden.
7. Besondere Bestimmungen für Hausbesuche und "Walk and Talk"
7.1. Für Hausbesuche und "Walk and Talk"-Sitzungen kann zusätzlich zum Sitzungshonorar eine Wegpauschale bzw. eine Vergütung für den Mehraufwand (Wegzeit) anfallen. Diese wird vorab vereinbart.
7.2. Bei "Walk and Talk"-Sitzungen trägt der Klient die Verantwortung für angemessene Kleidung und Schuhwerk. Die Sitzung findet grundsätzlich bei jedem Wetter statt, es sei denn, die Witterung stellt eine Gefahr dar (z.B. Sturm, Gewitter).
8. Verschwiegenheitspflicht
8.1. Die Psychologin unterliegt der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht gemäß § 37 Psychologengesetz 2013 (PG 2013).
8.2. Sämtliche Informationen, Inhalte und Gespräche, die im Rahmen der psychologischen Behandlung und Beratung geteilt werden, werden streng vertraulich behandelt. Dies gilt auch gegenüber Angehörigen, Ärzten oder anderen Institutionen.
8.3. Eine Entbindung von der Verschwiegenheitspflicht (z.B. für den Austausch mit einem behandelnden Arzt oder für Versicherungsanfragen) erfolgt nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Zustimmung des Klienten.
8.4. Ausnahmen von der Verschwiegenheitspflicht bestehen nur bei gesetzlicher Verpflichtung (z.B. bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung ("Gefahr im Verzug") oder bei gerichtlicher Anordnung).
9. Dokumentation und Datenschutz
9.1. Die Psychologin ist gesetzlich verpflichtet, Aufzeichnungen (Dokumentation) über die durchgeführten Leistungen zu führen.
9.2. Die Erhebung, Verarbeitung und Speicherung von personenbezogenen Daten erfolgt ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen (insbesondere DSGVO und Psychologengesetz).
9.3. Detaillierte Informationen zur Datenverarbeitung, zu den Rechten des Klienten (Auskunft, Löschung, Berichtigung etc.) und zu den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen finden sich in der gesonderten Datenschutzerklärung, die dem Klienten beim Erstgespräch ausgehändigt wird bzw. auf der Website www.psychologie-rosenberger.at einsehbar ist.
10. Haftungsbeschränkung
10.1. Die Psychologin erbringt ihre Leistungen nach bestem Wissen und Gewissen und unter Anwendung der fachlichen Sorgfalt. Eine Haftung für leichte Fahrlässigkeit wird, sofern gesetzlich zulässig, ausgeschlossen.
10.2. Die Haftung für Schäden, die aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit resultieren, sowie für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, bleibt hiervon unberührt.
10.3. Die Psychologin haftet nicht für Nachteile, die dem Klienten durch die Angabe falscher oder unvollständiger Informationen entstehen (Verletzung der Mitwirkungspflicht).
11. Beendigung der Behandlung
11.1. Sowohl der Klient als auch die Psychologin können die Behandlung jederzeit ohne Angabe von Gründen beenden.
11.2. Die bis zur Beendigung erbrachten Leistungen sind entsprechend der Honorarvereinbarung zu vergüten. Bereits verbindlich vereinbarte Termine unterliegen weiterhin der Absageregelung (Punkt 5).
12. Schlussbestimmungen
12.1. Änderungen oder Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform.
12.2. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen dadurch nicht berührt (Salvatorische Klausel).
12.3. Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts.
12.4. Als Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis wird, soweit gesetzlich zulässig, das sachlich zuständige Gericht am Praxisstandort der Psychologin Graz vereinbart.
Abschließender Rat:
Bitte denken Sie daran, auch eine separate, ausführliche Datenschutzerklärung (DSE) zu erstellen. Diese ist gesetzlich (DSGVO) zwingend vorgeschrieben und muss leicht auf Ihrer Website auffindbar sein. Sie ist rechtlich von den AGB getrennt.